Kein Job, Keinen Durchblick, Keinen Sex ...

Kennt Ihr das auch?

Wenn es mal nicht läuft, dann läuft es einfach nicht!

Da bist du schon gehandicapt durch eine Sehbehinderung, für die du nichts kannst. Dann bekommst du nach der Bundeswehr keinen Job, weil du zu faul, zu unmotiviert und ängstlich bei der Arbeitssuche bist.
Du denkst "dich will doch sowieso keiner"!

Irgendwann als es kurz vor knapp ist und die fürstliche Finanzierung durch den Bund zu Neige geht, denkst du "Was mach ich denn jetzt, wenn das Geld nicht mehr da ist?".

Aber dir fällt keine Lösung ein.

Du gehst zur Arbeitsagentur.
Sagst du willst arbeiten, aber du bist durch deine Augen eingeschränkt. Du brauchst das Geld, damit du deine Familie ernähren kannst. Du willst eigentlich alles machen.
Dann sagt der Arbeitsberater: "Aber was genau haben Sie sich denn vorgestellt?"

Ich sage: "Ich würde gerne im journalistischen Bereich arbeiten! Ich habe aber die Ausbildung nicht dafür, nur ein Fernstudium angefangen und freiberuflich gearbeitet!"

Er sagt: "Das ist aber schwierig bei der Suche anzugeben!"

Ihm liegen allerdings auch meine ärztlichen Atteste vor. Doch finden scheinbar kaum Beachtung.

Es vergeht jede Menge Zeit.
Harz IV kommt für uns nicht in Frage, da wir ja angeblich zuviel haben. 1900 Euro müssen ja für eine dreiköpfige Familie in München reichen. Das davon 1000 Euro alleine für die Miete drauf gehen, dass wird da nicht hinterfragt. Auch kein Kredit fürs Auto oder sonstige Ausgaben.
Letztendlich hätte ich unter 100 Euro bekommen und das Verfahren wäre wegen Geringfügigkeit eingestellt worden.

Da fragt man sich doch, für wen die das Geld überhaupt zahlen? Darf man da gar nicht arbeiten? Oder muss man einfach nur cleverer sein oder Zusatzeinnahmen nicht angeben, wie das viele ausländische Mitbürger so gerne tun?

Nach gut fünf Monaten in der mäßigen Betreuung der Agentur für Arbeit bin ich jetzt durch einen Zufall ein "Reha-Fall" geworden.

Das geschah auch nur, weil ich einen Termin nicht wahrnehmen konnte und mein ursprünglicher Arbeitsvermittler nicht zugegen war.
Die freundliche aber bestimmte Aushilfsberaterin stellte sofort fest, dass hier ein Reha-Verfahren einzuleiten ist.

Warum ging das vorher nicht? Die Unterlagen sind die gleichen wie vor 5 Monaten?
Ist das nicht auch Aufgabe der Agentur für Arbeit, einen über solche Möglichkeiten aufzuklären oder hinzuweisen?

Ich weiß nicht was in diesem Amt so getrieben wird. Da weiß die eine Hand nicht was die andere tut.

An meiner Beziehung ging diese ganze Misere auch nicht spurlos vorbei.
Ich streite mich ständig mit meiner Frau über Kleinigkeiten aber auch über grundsätzliche Dinge. Wir werden für unser Alter nur noch sehr selten intim.
Sie hat mir auch schon offen gestanden, dass sie nicht mit mir schläft, weil ich keinen Job habe.

Was ist das denn für eine Logik?

Die Beziehung ist momentan nur noch ein einziger Alltagstrott in dem es nur darum geht, wie unsere Tochter am besten beschäftigt und dann ins Bett gebracht werden kann ohne das es allzu große Mühe kostet.

Das ist so belastend.
Man macht sich da schon öfters so seine Gedanken, ob das alles noch so seinen Sinn hat.

Aber was soll ich machen?
Kann doch meine Familie nicht im Stich lassen.

Vor allem die Kleine nicht.
Aber deswegen eine kaputte Beziehung ewig durchziehen?

Vielleicht ist die Beziehung ja auch gar nicht kaputt und wir kämpfen nur nicht stark genug darum?

Ich weiß auch nicht.

Vielleicht habt Ihr ja eine Idee!!!

25.8.12 17:51

Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Zebulon (25.8.12 19:02)
Einem Freund ging es ähnlich wie dir.
Familie mit zwei Kindern, hohe Miete usw.
Sie haben sich gemeinsam einen Krisenplan ausgedacht.
Runter von der teuren Miete weil aus der teuren Großstadt München nach Augsburg weggezogen.
War am Anfang ein Problem für die Schule der Kinder, klappte aber nach einem halben Jahr Umstellung bestens.
Mein Freund fand dann einen Job in einem Call-Center. Ist zwar nervig, aber er arbeitet in Schicht und hat dadurch guten Netto-Lohn.
Seine Frau jobt als Sekretärin.
Wird alles von der Familie nicht als Dauerlösung gesehen, hat aber die Finanzen und das Familienleben stabilisiert.

Hauptpunkt – ihr solltet euch zusammensetzen und gemeinsam eine Lösung finden.


Danny (25.8.12 19:11)
Hallo Zebulon,

danke für deine Einschätzung und deine Vorschläge.
Das mit dem umziehen ist so eine Sache.
Ich persönlich fühle mich sehr wohl hier. Meine Frau aber will eigentlich zurück nach Thüringen, weil sie dort ihre Familie hat.
Ich allerdings sehe das als Rückschritt und außerdem habe ich dort deutlich weniger Perspektiven mit meinem körperlichen Einschränkungen.

Das mit den Finanzen ist aber das größte Problem und ist wohl neben dem Stress mit unserer Tochter auch der größte Auslöser der Beziehungsprobleme. Ich weiß nicht ob da ein Umzug alleine etwas nützen würde.

Ich möchte diese Thematik auch gerne beilegen aber dummerweise kommt es immer wieder zurück.

Ich glaube solange ich keine Arbeit habe wird sich daran auch nichts ändern.

LEIDER!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen
Werbung