Ein toller Job ;-)

Vorhin hatte ich eine Art Vorstellungsgespräch in der Firma, wo auch meine Frau arbeitet.
Zu dem komischen Gefühl, dass einen da auch einige Leute kennen, kam dann noch die Tatsache, dass ich an der Fensterfront vorbeilaufen musste, wo neben meiner Frau auch ihre Arbeitskollegen sitzen.

Nur nicht hinschauen, dachte ich mir.

Natürlich haben Sie mich gesehen, war mir aber egal.

Als ich dann auf die gute Frau wartete, die mich in Empfang nehmen sollte, kam doch tatsächlich eine frühere Freundin von uns auf mich zu, die dort auch arbeitet.
Nicht nur, dass ich sie ewig nicht gesehen habe (und auch nicht wollte, weil sie total unsympatisch geworden ist), dann schon gar nicht dort.
Sie fragte natürlich was ich dort machte - ich stellte mich etwas doof und gab nicht viel Preis. Sie sollte ruhig meine Ablehnung spüren.
Manchen Menschen sieht man eben schon an, wie sie so ticken. Sie gehört dazu.

Als ich sie dann abgewimmelt hatte, kam der Nächste ;-).
Der Freund von einer guten Bekannten von uns.
Der sah schon anhand meier Unterlagen die ich in der Hand hatte, was ich hier wollte und zeigte mir nen Vogel.
Dann sagte er aber, na ja Geld ist Geld - wir brauchen hier immer jemanden ;-). So ist es.

Dann war ich endlich dran.

Erster Minuspunkt für sie: Sie kam zu spät!
Macht nicht gerade nen guten Eindruck, wenn ich selbst 10 Minuten zu früh bin und mich an der Rezeption ankündigen lasse.
Die gute Empfangsdame mir aber weder sagte, ob sie mich jetzt empfangen will oder wie lange es noch dauert.
Dann musste ich auch noch gut 10 Minuten extra warten.

Nicht, das mich das irgendwie störte, aber das macht keinen guten Eindruck. Ich stelle mir das bei Geschäftskunden vor, ich glaube nicht das die sich das so einfach gefallen lassen, gerade wenn man den Termin selbst festlegt. EGAL!

Zunächst wurde ich natürlich ausgefragt, was ich so gemacht habe (den Lebenslauf hatte sie ja, aber klar wollte sie noch mehr wissen). Kein Problem.
Habe ich ihr ohne Scheu von meinen bisherigen beruflichen Weg erzählt. Bin dann auch auf meine Sehbehinderung eingegangen.
Sie scheint sehr verständnisvoll. Das fand ich super. So entwickelte sich auch ein sehr angenehmes und lockeres Gespräch. Ich bin sowieso ohne große Erwartungen in dieses Gespräch gegangen, für mich war das kein Vorstellungsgespräch - sondern nur ne persönliche Vorstellung. Deshalb verspürte ich auch keinen Druck.
War auch gut so.

Dann zeigte sie mir, wo ich arbeiten könnte, was es für Möglichkeiten für mich gäbe - auch unter Berücksichtigung meiner Sehbehinderung.
Da gibt es glücklicherweise doch einige Möglichkeiten.
Anschließend haben wir dann noch darüber gesprochen, wie die Konditionen und Arbeitszeiten aussehen und was genau ich mir vorstellen könnte.

Schlussendlich haben wir ausgemacht, dass ich morgen mal ne Stunde ner Mitarbeiterin über die Schulter schaue und auch selbst mal eventuell "Hand anlege" um zu schauen ob ich das kann.

Dann wird sich zeigen ob das möglich ist.
Den Vorschlag habe ich gemacht, ich möchte ja nicht, dass ich im November dort stehe und nicht arbeiten kann, weil es nicht geht. Das fand sie auch gut so. Sie wolle ja auch nicht die "Katze im Sack kaufen".

So sehe ich das auch.

Ich bin ganz zuversichtlich, dass das was wird. Auch wenn es nur zwei Monate sind. Ich kann aber viele Überstunden machen und einiges dazu verdienen.
Es ist zwar nur ein Hilfsjob, aber immerhin.

Vielleicht ergibt sich ja dann intern noch was Neues.
Die Möglichkeit besteht jedenfalls, wie sie mir zu Verstehen gab.

Mal sehen was dabei heraus kommt.

27.8.12 13:22

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bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nadja (27.8.12 18:22)
Jaaaaaaaa.


Danny (27.8.12 20:28)
Meinst das ist als Erfolg zu verbuchen :-P. Ich warte mall
ab was daraus wird. Das kann mir eine Zwischenstation sein ausserdem ist es nur für November und Dezember. Es bestehen aber Chancen laut meiner Frau das sie solche Hilfskräfte dann auch dauerhaft nehmen. Was anderes wäre mir zwar lieber aber Geld ist Geld.

Ich werde berichten die es morgen lief.

Viele Grüße.
Danny


Paul (28.8.12 00:50)
Ich würde es als Erfolg verbuchen.Auch wenn es nur zwei Monate sind. Zwei Monate könnten ja auch mehr werden. Wer weiß. Wünsche dir viel Erfolg und werde dein Blog verfolgen. Mit einigen Leser und Leserinnen wirds dann für dich eine schöne Motivation.

Wünsche eine angenehme Nachtruhe.


Danny / Website (28.8.12 08:18)
Guten Morgen,

ja da habt ihr ja alle Recht. Um 11 Uhr gehe ich erstmal schauen ob ich das wirklich machen kann dort.
Ich gehe davon aus, dass wenn es klappt ich auch den Job für die 2 Monate bekomme, weil die wirklich viele Leute suchen für die Weihnachtssaison.

Danach muss ich mal schauen. Ich habe im Oktober noch den 2wöchigen Termin beim Berufsförderungswerk in Würzburg (BFW). Die wollen ja sehen, was ich wirklich noch alles machen kann und was ich für Hilfsmittel dazu brauche.

Die Arbeitsagentur bekommt dann den Bericht und fördert alles, wozu ich mich entscheiden kann (zumindest sinnvollen und "zielführende" Maßnahmen.

Da entscheidet sich auch, wo der Weg letztendlich hingeht.

Am liebsten würde ich ja meine kleine Texterfirma weiter werbetechnisch aufbauen, damit ich auch von leben kann. Aber das ist eher ein Nebenjob.

Erst mal wäre mir ein fester Jon lieber, dann kann man immer noch sehen.
Aber solange das nicht der Fall ist, lege ich auch ein größeres Augenmerk in diesen Bereich.

Also wünscht mir Erfolg.
Bis später - ich werde berichten!

Viele Grüße
Danny


Paul (28.8.12 12:43)
Nebenjob? Sehe als dein Ziel Texterfirma an. Alles braucht seine Zeit. Mit Wille Disziplin und Durchhaltevermögen ist alles zu schaffen.

Selbständig und Angesteller: Beide sind Risikofaktoren und nichts ist Sicher auf dieser Welt. Nur Mut.

Nehme es zu deiner Aufgabe dein Ziel Texterfirma. Du kannst immer einen anderen Weg einschlagen.

Lieber Tun damit der Satz "Häte ich nur..." auftaucht.


Danny / Website (28.8.12 13:03)
@Paul

Ja das sehe ich im Grunde genommen auch als Ziel an, aber dafür brauche ich erst einmal die finanziellen Grundvoraussetzungen. Die sind aber leider unter diesen Umständen nicht vorhanden. Deshalb muss ich diese mit einem geeigneten Job erst einmal schaffen. Die Firma besteht ja schon grundsätzlich, die läuft nebenbei. Wenn ich dann einmal ein gutes Netzwerk habe und davon leben kann, dann brauche ich den Rest nicht mehr. Aber soweit ist es noch lange nicht.

Zusätzliches Hindernis ist eben auch diese Sehbehinderung.

Vielen Dank für deine Bestätigung!!!

Viele Grüße
Danny


Danny / Website (28.8.12 13:05)
Hi,

habe den Job jetzt für die Weihnachtssaison.
Endlich eine (auch finanzielle) Perspektive. Mal schauen was daraus wird. Kann ja auch gut sein, dass ich durch die REHA-Förderung auch in diesem Unternehmen noch weitere Möglichkeiten habe.
Ich freue mich jedenfalls und bin erleichtert auch wenn der Job nicht sehr anspruchsvoll ist.
ABER EGAL!

Viele Grüße
Danny

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